Betrachten Sie auf folgenden Seiten Fotos von und aus Wuerzburg, aus der Umgebung,
ehemalige US Kasernen, Ruinen, Burgen, Unterfranken und mehr. Viel Spass und Freude
wuensche ich Ihnen dabei!
U.S. Streitkraefte in Wuerzburg, Kitzingen, Giebelstadt
Von 1945 bis September 2008 besass Wuerzburg eine Garnison der US-Streitkraefte.
Es existierten vier Kasernen, die Emery Barracks (bis 1990), die Hindenburg-Kaserne
(bis 1990), die Faulenberg-Kaserne (bis 2006) und die Leighton Barracks (bis 2008),
in denen bis zum Jahr 2006 circa 6.000 Soldaten mit 3.000 Familienangehoerigen angesiedelt
waren. Die Leighton Barracks waren von 1945 bis 1955 und von 1996 bis 2006 der Sitz
des Hauptquartiers der 1. US-Infanteriedivision, der „Big Red One“, eines gepanzerten
Grossverbandes in Staerke von vier Brigaden, von denen zuletzt drei in Franken und
der Oberpfalz (u. a. Schweinfurt, Kitzingen, Vilseck) und die 4. Brigade in Fort
Riley in Kansas stationiert waren. Zuvor waren Teile der 3. US-Infanteriedivision
von 1958 bis 1996 sowohl in Wuerzburg, als auch in Schweinfurt,Kitzingen sowie anderen
ehemaligen Standorten der US-Streitkraefte in Deutschland stationiert.
Weitere Verbaende und Dienststellen, die in den beiden Kasernen zuletzt in Wuerzburg
stationiert waren:
- 98th Area Support Group (Faulenberg Kaserne)
- 417th Base Support Battalion (Leighton Barracks)
- diese beiden sind aufgegangen in die U.S. Garrison Franconia
- 101st Military Intelligence Battalion (Leighton Barracks)
- 1st Military Police Company
- 69th Signal Battalion (Leighton Barracks)
Im Rahmen der Reorganisierung der amerikanischen Landstreitkraefte kam es auch zu
tiefgreifenden aenderungen in Wuerzburg. Die Umstrukturierungen betrafen vor allem
die 1. US-Infanteriedivision, die zu einem grossen Teil in die Heimat, nach Fort
Riley im US-Bundesstaat Kansas, zurueckverlegt wurde. Infolgedessen wurde die Faulenberg-Kaserne
(Nuernberger Strasse) geschlossen und Ende 2006 erfolgte die Rueckgabe der Liegenschaft
an Deutschland, vertreten durch die Bundesanstalt fuer Immobilienaufgaben. Offiziell
erfolgte der Abzug am 6. Juli 2006 mit einem Appell. Die Streitkraefte der US-Armee
zogen sich bis September 2008 vollstaendig aus Wuerzburg zurueck. Die Verabschiedung
fand am 13. Mai 2008 mit dem Einholen der amerikanischen Flagge statt. Die uebergabe
der letzten Schluessel fand in einer Zeremonie am 14. Januar 2009 statt. Seit Oktober
2007 ist das Gelaende bereits im Besitz der Bundesanstalt fuer Immobilienaufgaben.
Aehnlich wie in Kitzingen finden auch in Wuerzburg bereits konkrete ueberlegungen
fuer eine sinnvolle Konversion der Liegenschaften statt (Gewerbe, Wohnen, Startup-Firmen,
Universitaet etc.). Es soll der neue Stadtteil mit dem Namen Hubland entstehen. Deshalb
wird fuer die weitere Nutzung des Gelaendes von der Groesse der Altstadt (135 ha)
zurzeit ein Ideenwettbewerb veranstaltet. Nach einer gescheiterten Bewerbung fuer
die Landesgartenschau 2016, erhielt die Stadt nun den Zuschlag fuer die Landesgartenschau
2018, bei der dieses Gelaende verwendet werden soll.[11][12]
Weiterhin gab es bis Oktober 2007 ein Krankenhaus der US Army, das Wuerzburg Hospital,
das eines der drei Hospitaeler im Verantwortungsbereich des US Army European Command
war. Das Gebaeude befindet sich nur zehn Gehminuten von den Leighton Barracks entfernt.
Hieraus soll in naher Zukunft eine Wohnanlage, der sog. Moenchberg Park, entstehen.[18]
Da die Soldaten mit ihren Familien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sind und das Militaer
auch als ein nicht unbedeutender Arbeitgeber fungiert, wird die Schliessung von der
Stadt mit grosser Sorge vor allem im Hinblick auf die mittelstaendischen Betriebe
betrachtet. Nicht zu vergessen sind jedoch auch die unzaehligen persoenlichen Kontakte
zwischen US-Soldaten und der Wuerzburger Bevoelkerung, wodurch bei den Betroffenen
durch den Abzug eine grosse Luecke entstehen koennte.