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1999 - 2012; www.wuerzburg-photos.de; © Bernhard Deppisch, E-mail

U.S. Streitkraefte in Wuerzburg, Kitzingen, Giebelstadt

Von 1945 bis September 2008 besass Wuerzburg eine Garnison der US-Streitkraefte. Es existierten vier Kasernen, die Emery Barracks (bis 1990), die Hindenburg-Kaserne (bis 1990), die Faulenberg-Kaserne (bis 2006) und die Leighton Barracks (bis 2008), in denen bis zum Jahr 2006 circa 6.000 Soldaten mit 3.000 Familienangehoerigen angesiedelt waren. Die Leighton Barracks waren von 1945 bis 1955 und von 1996 bis 2006 der Sitz des Hauptquartiers der 1. US-Infanteriedivision, der „Big Red One“, eines gepanzerten Grossverbandes in Staerke von vier Brigaden, von denen zuletzt drei in Franken und der Oberpfalz (u. a. Schweinfurt, Kitzingen, Vilseck) und die 4. Brigade in Fort Riley in Kansas stationiert waren. Zuvor waren Teile der 3. US-Infanteriedivision von 1958 bis 1996 sowohl in Wuerzburg, als auch in Schweinfurt,Kitzingen sowie anderen ehemaligen Standorten der US-Streitkraefte in Deutschland stationiert.

Weitere Verbaende und Dienststellen, die in den beiden Kasernen zuletzt in Wuerzburg stationiert waren:



Im Rahmen der Reorganisierung der amerikanischen Landstreitkraefte kam es auch zu tiefgreifenden aenderungen in Wuerzburg. Die Umstrukturierungen betrafen vor allem die 1. US-Infanteriedivision, die zu einem grossen Teil in die Heimat, nach Fort Riley im US-Bundesstaat Kansas, zurueckverlegt wurde. Infolgedessen wurde die Faulenberg-Kaserne (Nuernberger Strasse) geschlossen und Ende 2006 erfolgte die Rueckgabe der Liegenschaft an Deutschland, vertreten durch die Bundesanstalt fuer Immobilienaufgaben. Offiziell erfolgte der Abzug am 6. Juli 2006 mit einem Appell. Die Streitkraefte der US-Armee zogen sich bis September 2008 vollstaendig aus Wuerzburg zurueck. Die Verabschiedung fand am 13. Mai 2008 mit dem Einholen der amerikanischen Flagge statt. Die uebergabe der letzten Schluessel fand in einer Zeremonie am 14. Januar 2009 statt. Seit Oktober 2007 ist das Gelaende bereits im Besitz der Bundesanstalt fuer Immobilienaufgaben.


Aehnlich wie in Kitzingen finden auch in Wuerzburg bereits konkrete ueberlegungen fuer eine sinnvolle Konversion der Liegenschaften statt (Gewerbe, Wohnen, Startup-Firmen, Universitaet etc.). Es soll der neue Stadtteil mit dem Namen Hubland entstehen. Deshalb wird fuer die weitere Nutzung des Gelaendes von der Groesse der Altstadt (135 ha) zurzeit ein Ideenwettbewerb veranstaltet. Nach einer gescheiterten Bewerbung fuer die Landesgartenschau 2016, erhielt die Stadt nun den Zuschlag fuer die Landesgartenschau 2018, bei der dieses Gelaende verwendet werden soll.[11][12]


Weiterhin gab es bis Oktober 2007 ein Krankenhaus der US Army, das Wuerzburg Hospital, das eines der drei Hospitaeler im Verantwortungsbereich des US Army European Command war. Das Gebaeude befindet sich nur zehn Gehminuten von den Leighton Barracks entfernt. Hieraus soll in naher Zukunft eine Wohnanlage, der sog. Moenchberg Park, entstehen.[18]


Da die Soldaten mit ihren Familien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sind und das Militaer auch als ein nicht unbedeutender Arbeitgeber fungiert, wird die Schliessung von der Stadt mit grosser Sorge vor allem im Hinblick auf die mittelstaendischen Betriebe betrachtet. Nicht zu vergessen sind jedoch auch die unzaehligen persoenlichen Kontakte zwischen US-Soldaten und der Wuerzburger Bevoelkerung, wodurch bei den Betroffenen durch den Abzug eine grosse Luecke entstehen koennte.


ehemalige U.S. Einrichtungen

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Anmerkung: